Inkassounternehmen zum offene Rechnungen eintreiben

Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen – so sagt es ein bekanntes Volksmärchen. Damit war gemeint, dass man gute Dinge verwerten, schlechte aber aussortieren soll.

Effektives Forderungsmanagment

Ebenso macht man es mit Inkassounternehmen , die zu den schlechten Vertretern ihres Berufsstandes gehören. Manche Unternehmen – Gott sei Dank sind sie eine Ausnahme! – treiben Außenstände in Wildwestmanier ein und werden damit gelegentlich sogar zum Thema der Boulevardpresse. Solche Titelhelden sind allerdings nichts als Kanonenfutter für Klatschsüchtige. Seriöse Unternehmen werden leider durch negative Berichte über solche Gauner verunsichert. Kann man denn nun als großes oder mittelständisches Unternehmen ein Inkassounternehmen mit dem Forderungsmanagement und Inkasso offener Rechnungen beauftragen? Es ist immer ein empfindliches Thema, wenn es um Geld geht. Zudem ist Kundenbetreuung eine heikle Sache, die insbesondere beim Eintreiben von Geldern Fingerspitzengefühl verlangt. Wer da gleich mit dem Vorschlaghammer oder Gerichtsvollzieher kommt, schadet seinem Auftraggeber.

Forderungsbeitreibung durch seriöse Inkassounternehmen

Ein seriöses Inkassounternehmen ist beim Bundesverband deutscher Inkassounternehmen registriert. Dort kann man sich auch erkundigen. Die ersten Inkassounternehmen eröffneten bereits um 1872. Schon damals gab es Rechnungsbeträge, die einfach nicht einzutreiben waren. Die modernen Inkassounternehmen verstehen sich als Partner von Firmen, die Entlastung von zu hohen Außenständen brauchen. Der Auftraggeber kann nicht nur umfangreiche Beratungsleistungen erwarten, sondern auch einen weiterhin ungestörten Geschäftskontakt mit einem ehemaligen Schuldner sicherstellen. Daher ist der Vorschlaghammer nicht das Mittel der Wahl. Auch mafiöse Methoden der Forderungsbeitreibung sind nicht sinnvoll. Viel mehr geht es um Überzeugungsarbeit und Dienstleistung im Forderungsmanagement. Der Wettbewerb auf dem Markt ist hart. Wer da als Firmeninhaber nicht auf seine Liquidität achtet, steht bald im Dunkeln. In Deutschland gibt es heute etwa 600 Inkassounternehmen, die dem Bundesverband angehören. Mehr als eine habe Million Auftraggeber haben sich ihrer bereits bedient und ließen ihre Forderungen durch Inkassounternehmen abwickeln.

Inkassobüro beauftragen zum Schulden eintreiben

Das Bild vom armen Gläubiger und dem bösen Kunden, der nicht zahlt, ist so nicht haltbar. Oft sind es unverschuldete Notsituationen oder schlichte Vergesslichkeit, die Rechnungen unbezahlt lassen. Nur ein geringer Prozentsatz der Kunden zahlt in böser Absicht nicht. Ein Mitarbeiter in einem Inkassounternehmen versteht sich als Mittelsmann zwischen dem Unternehmer und dem Kunden – und zwar vor allem in Problemfällen. Unter Inkasso verstehen wir alle klassischen Aufgaben guten Forderungsmanagements: Nämlich die Forderungsbeitreibung kaufmännisch angemahnter, aber bisher nicht vor Gericht geltend gemachter Forderungen. Außerdem zieht das Inkassobüro auch Forderungen mit Titel ein. In einem Inkassounternehmen sieht man sich nicht nur als Mahngehilfe und Forderungsbeitreibender, sondern auch als Berater. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht die effektive Durchsetzung der Rechte oder Vermögensinteressen Dritter. Um das optimal zu gewährleisten, haben sich bestimmte Inkassounternehmen auf spezielle Branchen eingeschossen. Die Erfolgsquote der Forderungsbeitreibung ist dank der einsetzbaren Taktiken weitaus höher als bei der innerbetrieblichen Mahnabteilung. Zugleich befreit eine Verlagerung des Forderungsmanagements von einer überquellenden Mahnablage.

Mitarbeiter in Inkassounternehmen brauchen Schulungen und psychologische Kenntnisse, um säumige Zahler zu motivieren, den Außenstand ohne Gerichtsverfahren oder anderen Stress zu beheben. Man kann es kaum glauben – aber so werden Jahr für Jahr mehr als vier Milliarden Euro an Forderungen eingetrieben, ohne dass ein Gericht tätig werden muss! Gut, dass es Inkassounternehmen gibt.

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Eintrag ins Artikelportal: Datum 22.02.2011