Digitale Fotografie – Lomography Kamera

Die sogenannte Lomography – Fluch oder Segen?  Schon kurz vor der festen Etablierung digitaler Fotoapparate, also um das Jahr 2000 herum, konnte sie bereits einen festen „Fankreis“ für sich beanspruchen – die Lomography.

Produktinformation Lomografie Kameras

Übertrieben bunte, kontrastreiche und verwackelte Aufnahmen sollen sich durch sie abheben von der „normalen“ Fotografie. Gearbeitet wird hierbei mit zumeist äußerst einfachen Kameras mit möglichst schlechten optischen Abbildungseigenschaften und – wichtig – analog mit Film und unter Berücksichtigung einiger „Regeln“, welche sich mit denen der „normalen“ Fotografie so gar nicht decken möchten: gänzlich unkonventionell sollen die Bilder nun werden. Man schaut zum Fotografieren gar nicht mehr durch den Sucher, man schießt das Foto aus der Hüfte heraus. Man kümmert sich bei der Lomography nicht um Belichtungszeit und Blende. Das „Foto“ wird schon irgendwie etwas werden.

Kaufberatung Spezialkamera – Lomo Fotoapparat

Aber welch eine Masse an bunten Riesenrädern und grinsenden Gesichtern in verzerrt-unscharfer Nahaufnahmen überrollt uns da mittlerweile? Im Prinzip sehen sich alle dieser Bilder ähnlich – auch was etwas betrifft, was eigentlich das Wichtigste an einem Foto sein sollte: dessen Inhalt. Alles wirkt verspielt und irgendwie auch lieblos geknippst. Die Filmindustrie sollte sich aber freuen. Nach einer Flaute, ausgelöst durch den Boom der digitalen Fotografie, folgte nun wieder eine stets weiter ansteigende Nachfrage an Filmen.

Infos Autor Artikel: Dirk Böttger E-Mail: strompost(at)freenet(dot)de
Eintrag ins Artikelportal: Datum 23.02.2011